Mein Tag: Zuhause mit Maxi

Von Eva / Stadtbibliothek Maxvorstadt

Der erste Homeoffice-Tag meines bisherigen Lebens beginnt sehr, sehr früh. Noch bevor ich überhaupt meinen Laptop hochfahre, habe ich eine andere dringende Aufgabe: Eine Runde Gassi gehen an diesem kalten Dienstagmorgen. Der, den es raus zieht, heißt Maxi, ist drei Jahre alt und ein Labrador-Mischling.

Maxi, Kollege auf Zeit (Foto: privat)

Eigentlich begleitet er sonst meine Mama auf Schritt und Tritt, aber die ist gerade krank, deshalb teilen sich meine Schwester und ich die Verantwortlichkeit für die Fellnase. Da ich ja heute von Zuhause aus arbeite, bleibt er den Tag über bei mir.

Mein einziger „Kollege“ heute hat also vier Beine und schnarcht leise vor sich hin, während ich das hier schreibe. Ich sitze im Wohnzimmer und es ist sehr ruhig, die Kaffeemaschine unterbricht immer mal wieder die Stille. Für meinen Tag im Homeoffice habe ich mir Arbeit „mitgenommen“: Den Vormittag über habe ich mir Verschiedenes für die Facebook-Seite meiner Bibliothek überlegt, welches ich heute Nachmittag auch anlegen möchte. Gerade recherchiere ich (hoffnungsvoll, im Angesicht unserer aktuellen Situation) etwas für eine potentielle Veranstaltung im Herbst. Später möchte ich gerne noch etwas für die Reading Challenge verfassen. Es ist einiges zu tun an diesem ruhigen Tag im Wohnzimmer. Mein „Kollege“ dreht sich inzwischen wohlig auf den Rücken und schnarcht ein wenig lauter.

Homeoffice mit nur einem „Kollegen“ (Foto: privat)

Von Zuhause aus arbeiten zu können hat für mich ein ganz klares, deutliches Plus: Mein Arbeitsweg beläuft sich insgesamt auf etwa drei Stunden jeden Tag,  Zeit, die heute Maxi in Form eines extra langen Abendspaziergangs zugute kommen wird. Gleichzeitig, und das merke ich jetzt zur Mittagszeit ganz deutlich, ist es seltsam für mich, keinen Austausch mit den Kolleg*innen zu haben, nicht den Wagen mit den neuen Medien durchstöbern zu können, nicht auf die neuen Bestell-Listen zu luggen, wie lang sie diese Woche sind und was alles angeboten wird. Wie so oft im Leben hat alles Vor- und Nachteile. Und, wie viele vor mir schon geschrieben haben: Ich freue mich, dass ich trotz Schließung weiterarbeiten kann. Aber eine Bibliothek lebt von ihren Besucher*innen. Gerade würde ich mich sogar schon fast wieder gerne mal über Überziehungsgebühren streiten. Fast 😉

Einer, der vor allen Dingen die Vorteile im Leben sieht, ist gerade wach geworden und fordert sein Mittagessen ein. Gute Idee, könnte ich auch machen. Und ab morgen dann wieder in „meiner“ Bibliothek in Maxvorstadt …

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